Geschichte der Feuerwehr Pucking

 

            Nicht etwa erst am 4. Mai des Jahres 1905, dem offiziellen Gründungsdatum unserer Wehr, kam in der damals, von der Einwohnerzahl her gesehen kleinen Landgemeinde Pucking ein Anzahl Bürger zusammen, um sich neben dem Kampf gegen das Feuer unter dem ersten Kommandanten Greinegger Franz auch gegen weitere Unheil bringende Ereignisse zu rüsten.

 

            Laut historischer Aufzeichnung wurde bereits über ein Jahrzehnt zuvor von der Gemeinde eine Feuerwehrspritze angekauft, um nicht völlig hilflos den Gefahren von Bränden ausgesetzt zu sein, hatte man doch noch den verheerenden Brand in Sammersdorf ein Jahr zuvor in Erinnerung, bei dem acht (!) Häuser in Brand geraten sind und teilweise bis auf die Grundmauern vernichtet wurden und man sogar ein Menschenleben zu beklagen hatte. Das so genannte "Hardhaus" wurde erst gar nicht mehr aufgebaut und geriet so auch in Vergessenheit.

 

            Schon am 11. September des Gründungsjahres wurde zum in Brand stehenden "Oberhuberhäusl" ausgefahren, zum ersten Mal konnten sich Kameraden auszeichnen.

           

            Mit heutigen Techniken, Ausrüstungen oder gar Ausfahrtszeiten nicht mehr vergleichbar, schlugen sich unsere Kameraden doch sehr wacker und mit Unterstützung umliegender Wehren konnten die Gefahren relativ rasch gebannt und noch vieles vor dem Raub der Flammen gerettet werden.

 

            Bereits 1918 war der Stand der Wehr auf 35 Mann angewachsen, damals noch gegliedert in Ausschuss, Steiger, Spritzer und Schutzgarde. Man sieht schon an diesen Funktionen, wie sich die Zeiten uns Aufgaben der Männer gewandelt haben.

            Als Inventar wurden in diesem ersten Jahresbericht von 1918 eine Feuerspritze, zwei Dachleitern, zwei Schlauchhaspeln und 286 m Schläuche, was auf die Größe "C" umgerechnet einer Anzahl von einer Anzahl von ca. 19 Stück entspricht. Nicht gerade eine Ausrüstung zum "Bäume ausreißen", was der Motivation unserer Kameraden jedoch keinen Abbruch tat.

 

            So entschloss man sich, für die Geselligkeit in unserer Gemeinde sein Scherflein bei zu tragen und organisierte 1924 den ersten Feuerwehr-Ball. Nun kann man nicht sagen, dass zuvor die örtliche Spaß-Kultur ein Kind von Traurigkeit war, doch ergänzte dieser Abend den Veranstaltungskalender sicherlich mit einem besonderen Flair. Und ganz nebenbei gesagt, auch die Vereinskasse blühte ein wenig auf, galt es doch, wie in unserer Zeit, in den Haussammlungen das dringend benötigte Geld auf zu bringen, um immer wieder Neuanschaffungen zu finanzieren. Denn beim Brand des Wirtshauses "Minichmaier" 1920 wurde man schon an die Grenzen der Kräfte gebracht. So kamen nicht nur einige Tiere ums Leben, sondern kam es infolge von Wohngebäude, Stall, Scheune und Remise des Pfarrhofes.

 

            Jede Feuerwehr hatte damals schon einen Verbandstag, heute Bezirkstagung, abzuhalten. Normalerweise sollte man mit ein paar wenigen Entscheidungsträgern rechnen, nicht so zu dieser Zeit. Mit unvorstellbaren Zahl von 1000 Kameraden glich diese Veranstaltung schon fast einem Volksfest, wobei sich hier natürlich zwangsläufig die Frage stellt, ob der Ruf der Feuerwehren, sich nicht nur im Löschen von Bränden zu bewähren, wohl aus dieser Zeit stammen mag. Denn heutzutage kann man diesem Gerücht absolut nicht mehr abgewinnen.

 

            Neun Jahre später fegte ein furchtbarer Sturm über unseren Ort und richtete einen Schaden an, von dem man einige heute noch sprechen hört: die Turmkuppel der Kirche in Pucking konnte den Kräften nicht mehr standhalten und stürzte samt Kreuz in den Friedhof, aber auch andere Gebäude wurden stark beschädigt.

 

            Was damals noch einen untergeordneten Stellenwert in Statistiken einnahm, der technische Einsatz gehört heute zu den Hauptaufgaben einer Feuerwehr. Laut den Protokollbüchern der FF-Hasenufer wurden nicht nur zahlreiche Schäden beseitigt, sondern am 27. Oktober 1929 auch zur Turmkreuzstreckung ausgerückt.

            Was in vielen großen Wehren dieser Zeit schon gang und gebe war, wurde in Pucking im Jahre 1933 Wirklichkeit, die erste motorbetriebene Feuerwehrspritze kam ins Haus, mit ihr eine somit nicht unerhebliche Steigerung der Schlagkraft, mussten doch ab sofort keine Kameraden mehr zur Bedienung der Spritze abgestellt werden. Nicht zu vergessen die durch die Motorleistung erhöhte Förderleistungen und Wurfweiten.

 

            Man darf nicht vergessen, dass es Atemschutzträger für den Innenangriff nicht gab, Feuer somit nur von außen oder unter stark erhöhter Lebensgefahr zu bezwingen war.

 

             Aus taktischen Gründen kam es später zur Überstellung der Spritze zur 1927 gegründeten Löschgruppe St. Leonhard, welche doch zentraler im Gemeindegebiet lag und die Wege zu den einzelnen Gehöften auf gleich brachte.

 

            Den Ort an sich war ja nicht viel größer als etwa Zeitlham oder eben St. Leonhard, und eine doch mehrere hundert Kilo schwere Spritze im Bedarfsfall schnell an die Einsatzstelle zu bringen, war den Berg hinunter eben einfach r als umgekehrt.

(Abb: aus: Feuerwehr-Jahrbuch für Oberösterreich 1938 Anmerkung: Die Ziffern bedeuten die Mitgliederzahl. Der erste Name bezeichnet den Wehrführer der zweite den Schriftführer. Der OÖ. Landesverband für Feuerwehr- und Rettungswesen bestand Anfang 1938 aus 16 Kreisen, 56 Bezirksverbänden und 1014 Feuerwehren.

 

            Am 18. Juli 1938 begann auch für unsere Wehr das schwärzeste Kapitel in der österreichischen Geschichte. Die Feuerwehren Pucking und Hasenufer wurden zusammengelegt und in weiterer Folge formell aufgelöst.

 

            Diese Weisung erfolgte für gesamt Österreich, bzw. Ostmark, da das Regime in Vereinen, welcher Art auch immer, ein großes Gefahrenpotential für aufkommenden Widerstand sah. In weiterer Folge wurden die Feuerwehren der SS unterstellt und als "Feuerhilfspolizei" geführt.

 

            Aufgrund der Tatsache, dass bei Kriegsende alle Unterlagen aus dieser Zeit aus Angst vor Restriktion vernichtet wurden bzw. in den Jahren zuvor aus Angst vor Verfolgung erst gar nicht oder mangelhaft erstellt wurden und uns auch keine Zeitzeugen mehr unterstützen konnten, sind Berichte aus dieser Zeit fast nicht auffindbar.

 

            Natürlich wissen wir unter anderem von der Luftschutztruppe der Frauen, welche in diesen schwierigen Tagen in der Abwesenheit oder gar nach dem Verlust ihrer Männer auch noch diese Aufgabe zu bewältigen hatten.

 

            Ohne deren aufopfernden Taten wäre wohl vieles zu Grunde gegangen, ihnen gebührt an dieser Stelle auch unser herzlichster Dank

 

            Nach Kriegsende war die Zeit nicht besser, allerdings war nach den dunklen Tagen wieder Aufbruchsstimmung zu spüren. Man begnügte sich mit einfachen Dingen, stellte sich aus allem Brauchbaren eine notdürftige Ausrüstung zusammen. Uniformen bestanden aus alten Wehrmachtsbeständen oder einfachen Arbeitskleidern.

 

            Umso mehr kann man sich die Freude  vorstellen, als nur ein Jahr nach dem Krieg das erste motorisierte Fahrzeug überhaupt übernommen wurde. Der Steyr A-Typ stammte ebenfalls aus Wehrmachtsbeständen, wurde von den Kameraden selbst um lackiert und für den spezialisierten Einsatz umgebaut. Er hatte nicht einmal ein Drehblaulicht und war schon stark gebraucht, aber sie stiegen voller Stolz in ihr Rüstfahrzeug.

 

            Auch die Motorspitze hatte so einiges abbekommen, eine Anekdote erzählt, dass erst der durchschossene Tank ausgetauscht bzw. geflickt werden musste, ehe sie wieder brauchbar war. Im Übrigen gibt es diese Tragkraftspritze noch, ein schönes Stück!

 

            Die Aufbauarbeit ging voran, doch fehlte es immer noch an einem gewissen sportlichen Geist sowie der Gewissheit, wie man eigentlich im Vergleich zu anderen Wehren da stehe. Und das konnte man sicherlich nicht auf sich sitzen lassen.

 

            Leistungsbewerbe waren und sich die beste Möglichkeit des sportlichen Wettstreits, so nahmen unsere Kameraden am 16. September 1951 diese in Nettingsdorf auch war. Über da Abschneiden ist uns leider nichts mehr bekannt, jedoch kann man mit einer gewissen Sicherheit auch annehmen, dass sich dieser Tag auch nach dem sportlichen Teil in die Länge gezogen hat.

            In den folgenden Jahren wurden Wettbewerbe zu einem fixen Bestandteil in fast jeder Feuerwehr, das Erlangen und oft auch sammeln von Leistungsabzeichen wurde bzw. wird jedoch nicht aus Jux und Tollerei betrieben, sondern hat durchaus seinen taktischen Hintergrund. So übt man sich praktisch spielerisch im Umgang mit dem gerät, kann so seine Erfahrungen und sein Geschick im Einsatzfalle ohne langes Nachdenken heranziehen.

 

            Auch aus diesem Grund sind Abzeichen heutzutage oft Voraussetzung für die Teilnahme an weiterbildenden Kursen, für die wir gerne viele Stunden unserer Freizeit aufbringen. Man kann sich leicht vorstellen, dass auch intern jeder Stolz auf seine errungenen Leistungen ist. Denn für uns ist eine Verbesserung in der Rangliste immer oberstes Ziel, ein Sieg die erfrischende Belohnung nach den Schweiß treibenden Trainingseinheiten, welche uns im Sommer bei 30 Grad über Null und voller Montur schon des Öfteren unsere Grenzen aufzeigen.

 

            1957 erkannte man, dass eine Feuerwehr in St. Leonhard auf Grund der sich veränderten Verhältnisse logistisch nicht mehr zur halten war. So entschloss man sich zur Auflösung, die restliche Mannschaft und auch das Gerät wurde in den Stand unserer Wehr übernommen, welcher im selben Jahr durch den Ankauf der Tragkraftspritze RVW 75 aufgestockt wurde, welche sich seit dem immer wieder bestens bewährte und vor einiger Zeit von zwei unserer Kameraden erneut in Stand gesetzt wurde.

Größter Erfolg unserer Mannschaft war dann das Erreichen eines zweiten Platzes beim Landeswettbewerb 1964
in Steyr, was die Qualifikation zum Bundeswettbewerb in Wien zur Folge hatte. Auch dort kam man in die vorderen Ränge, eine doch beachtliche Leitung, bedenke man die Größe unserer Gemeinde!

 

            Wie sicherlich viele von uns wissen, war es bei abgelegenen Gehöften immer die Regel, über einen Löschteich zu verfügen. Diese stellten aber natürlich nicht nur die Versorgung mit Löschwasser sicher, sondern dienten oft auch als Fischteich und somit zur Aufbesserung der Mahlzeiten.

Ein solches Gewässer in Aigen wurde zum Grund für die erstmalige Verlegung von 1400 m Schlauchleitung, galt es doch, mit Unterstützung von sieben umliegenden Feuerwehren vom Sipbach das kühle Nass bis an den Scheitelpunkt des Puckinger Berges zu fördern. Einer nicht uninteressanten Aufgabe, gelten doch die sogenannten "Relais-Leitungen" immer wieder als große Herausforderungen. Fehler schleichen sich immer leicht ein, nur können sie in diesem Fall von großer Auswirkung sein. Kein dramatischer, aber wenn`s läuft, kann man von vorne beginnen, denn die Pumpen müssen genau aufeinander abgestimmt werden, die Drücke bei diesen Höhenunterschieden können das Material an seine Grenzen bringen. Schlauchplatzer sind nichts Ungewöhnliches, doch nicht einmal wir Feuerwehrmänner stehen während dem Schlauchwechsel gerne in einem Schwall zurücklaufendem Wasser. Obwohl wenn man es recht bedenkt, für die anderen Kameraden, die dem Schauspiel aus sicherer Entfernung zusehen, kann das ja sehr, sehr erheiternd sein.

 

            Am ersten und zweiten September 1968 galt es wiederum die Steigung des Fuchsenberges zu bezwingen. Diesmal nicht in einer internen Angelegenheit, sondern im Auftrag der Pfarre Pucking, der Kreuzweg zur Kirche St. Leonhard wurde aufgestellt.

 

            Wir haben zuvor schon gelesen, dass ohne Atemschutz ein Innenkampf gegen Feuer praktisch nicht möglich war, umso mehr war es auch von großer Wichtigkeit, endlich Atemschutzgeräte anzuschaffen. Drei gebrauchte Kreislaufgeräte des Typ`s K 310 wurden von der Berufsfeuerwehr Linz angekauft.

 

            1979 mussten diese ausgetauscht werden, so konnten die Feuerwehr erstmals neue Geräte beschaffen. Es handelte sich um drei Stück DA 58 Normaldruck-Pressluftatmer. Zum Glück zur rechten Zeit, denn schon einen Monat später wütete in Zeitlham ein Pyromane, dem das Kalmbergergut teilweise zum Opfer fiel.

 

            Das neue Kleinlöschfahrzeug, ein umgebauter VW-Bus, wurde in Dienst gestellt, womit auch für kleinere Einsätze Technik vorhanden war, 1970 das erste Funksprechgerät!

 

Ja, Pucking begann in den 70er Jahren eine Entwicklung, die bis in die heutigen Tage reicht, der wir auch schlussendlich die Erhebung zur Marktgemeinde verdanken.

 

            Immer mehr Familien lernten das Häuschen im Grünen zu schätzen, rund um den Ort wurde Parzelle um Parzelle verkauft, die Eigenheime begannen wie Pilze aus dem Boden zu schießen, was sich natürlich direkt auf die Einsatzzahlen auswirkte. Anfangs noch in kleinerem Maße, verdoppelten sich durch Brände und die durch den steigenden Verkehr verursachten Unfälle die Einsatzkräfte.

             Zu je einem Drittel von Land, Gemeinde und FF-Pucking finanziert, wir befinden uns immer noch im Jahr 1979, entschloss man sich so, mit Hilfe eines LFB 508 D der Firma Rosenbauer die steigenden Anforderungen abzufangen. Zur Unterbringung dieses Fahrzeuges musste damals das Feuerwehrzeughaus im Keller des Gemeindeamtes in Eigenregie verlängert werden, der Anschluss an die zentrale Funkalarmierung wurde ein paar Monate später installiert.

 

             Auch das folgende Jahrzehnt war dominiert von wichtigen Neuanschaffungen, unter anderem die Übernahme von Hydraulikschere und Spreizer, einer neuen Tragkraftspritze und der Austausch des mittlerweile veralteten VW-Busses. Der "Neue" selbst gebraucht gekauft, wurde von einem Kameraden zum Kommandofahrzeug umgebaut.

           

            Eines wurde aber im Laufe dieses Jahrzehnts immer offensichtlicher: alle Investitionen zum Trotz, das Feuerwehrhaus wurde selbst nicht größer. Es war an der Zeit, Zeit für den schon sehr lange geforderten und immer wichtigen Neubau des Zeughauses auf den ehemaligen Pfarrersgründen unter Kommandant Friedrich Derflinger.

 

            Anfang der Neunziger wurde dieser Notwendigkeit auch nachgegeben, 191 war der Umzug perfekt, zusammen mit dem Bauhof unter einem Dach konnte so ein neuer öffentlicher Bau seiner Bestimmung übergeben werden. Damals ausreichend, wurde die rasante Entwicklung unserer Gemeinde leider nciht erkannt, der Bauhof und das Feuerwehrhaus sind heute, 2014, nach knapp 2 Jahrzehnten Existenz schon wieder zu klein geworden, zumal auch der LFB 508 D nach 20 Jahren im Dienst von einem neuen 13-Tonner, übernommen von der zweiten Gemeinde-Feuerwehr Hasenufer, abgelöst wurde.

 

             In Erinnerung werden uns die Neunziger vor allem aber auch dadurch das Brandinferno auf der A1 (Westautobahn) bleiben. Der Unfall, an dem ein Tanklastzug und etliche Fahrzeuge beteiligt waren und der in den Medien von halb Europa Aufsehen erregt,

(Foto: Brennpunkt) forderte leider auch einige Menschenleben und machte die Autobahn für einige Tage zur Großbaustelle. Die komplette Fahrbahn musste im Einsatzbereich ausgetauscht werden, durch den Vollbrand das Tanklastzuges sowie der weiteren Fahrzeuge war diese vollständig zerstört worden.

 

             Die Jahre danach waren geprägt von einigen Großbränden, dem Hochwasser, bei dem schon Ansätze von Schwimmhäuten bei uns zu sehen waren, vor allem aber von, durch den gestiegenen Verkehr verursachten, Verkehrsunfällen.

 

            Im Jahre 1994 erkannte unsere Führung, wie wichtig sich die Nachwuchsarbeit in Zukunft gestalten würde. Die erste Jugendfeuerwehrgruppe wurde gegründet, welche schon zwei Jahre später am ersten Wettbewerb teilnahm, um das aufkommende Nachwuchsproblem ein wenig abzufedern.

 

            Am 08.10.1997 wurde in der Volksschule Pucking eine gemeinsame Übung mit der FF-Hasenufer durchgeführt.

Übungsannahme: Brand in Schulgebäude. Die Schüler einer Klasse müssen durch das Fenster evakuiert werden.

 

             Die übrigen Schüler werden mit ihren Lehrerinnen unter Anleitung der Feuerwehrleute sicher ins Freie geleitet. Abschließend erfolgt eine Diskussion über den Verlauf der Übung mit den Lehrkräften.

 

            Betrachtet man die letzten 110 Jahre, so kann man die Entwicklung des Feuerwehrwesens sehr gut verfolgen. Die Aufgabenbereiche, vor allem aber die Umfänge der Einsätze und Anforderungen an unsere Kameraden haben sich stark gewandelt.

 

            War 1905 die Hauptaufgabe noch die Brandbekämpfung, so muss ein Kamerad heutzutage schon Techniker, Taktiker, Chemiker, Psychologe, Analytiker und noch einiges mehr sein.

 

            Auch aus diesem Grund gilt es eine Vielzahl von Urlaustagen für Kurse und Schulungen aufzubringen, da die Einsatzbereiche von Bränden,

 

 Unfällen, Hochwassereinsätzen, Windbrucharbeiten über die Clichè behafteten Ausfahrten zur Rettung im Baum verirrter Kätzchen oder das Befüllen von Schwimmbecken, bis hin zu Sicherungsarbeiten bei diversen Festen und Veranstaltungen reichen.

 

            Schon heute wird wieder laut über Investitionen nachgedacht, obwohl auch unter Kommandant Walter Altof an Weiterentwicklung nicht gespart wurde, für die beste technische Ausrüstung des Öfteren die Hauskasse erleichtert wurde, was zu einem großen Teil erst durch die Spenden der Bevölkerung aber auch durch sehr viel Eigenleistung und Unterstützung der Gemeinde möglich wurde.

            Das sehr schöne "Geschenk" wird für die Feuerwehr Pucking in diesem Jahr 2005 aber die Indienststellung unseres neuen, schon überfälligen Kommandofahrzeuges sein, auch die Gewissheit, für die nächsten 100 Jahre mit Sicherheit gerbraucht zu werden.

 

Was hat sich in der Feuerwehr Pucking im letzten Jahrzehnt geändert seit dem Jubiläum „ 100 Jahre Feuerwehr Pucking “

 

Personelle Veränderungen im Kommando

 

Langjährige und verdiente Kommandomitglieder haben Ihre Funktionen an jüngere Kameraden übergeben:

Johann Metzbauer                          Kommandant  Stellvertreter   von 1993 bis 2010

Rudolf Kreiner                                 Kassier                                   von 2003 bis 2013

Stephan Barth                                 Zugskommandant                  von 2003 bis 2008

stellvertretend für alle ausgeschiedenen Funktionäre

 

Funktionäre im Bezirks- und Abschnittsfeuerwehrkommando

Barth Stephan HAW für Ausbildung

Altof Walter Stellvertreter des Abschnittsfeuerwehrkommandanten

Altof Walter OAW für Leistungsbewerbe  und Leistungsprüfungen

Zeintl Andreas OAW für Ausbildung

Zeintl Johann OAW für Jugendarbeit

Gregor Huber Dipl. Ing.(FH),Msc     Feuerwehrtechniker A

 

Leistungsprüfungen und Leistungsbewerbe

Leistungsprüfungen Technische Hilfeleistung  und Atemschutzleistungsprüfungen jeweils in allen drei Stufen als auch Wasserwehr-, Funk-  und Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze Silber und Gold

Wobei besonders das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold  zu erwähnen ist – hier stellte die FF Pucking  2010 mit Zugskommandant BI Altof Thomas den Landessieger

 

Einsatzfahrzeuge  

Kommandofahrzeug wurde neu aufgebaut als Einsatzleitfahrzeug mit besonderer Ausstattung für Lotsengruppe und als Führungsfahrzeug des 3.Zuges der  FuB    Linz Land

Rüstlöschfahrzeug   RLF2  wurde komplett  umgebaut von den Kameraden der FF Pucking – Änderung der Beladeräume und Gerätschaften um bestmögliche Erfolge zu erzielen und die vorhandenen Räume optimal zu nutzen

 

Ausrüstung

Anschaffung einer Wärmebildkamera einer Gasspürpumpe mit Prüfrohrsets sowie Umbau der Atemschutzgeräte und Ausstattung mit Bodyguards als auch Ankauf eines Erkundungsgerätes  erleichtern die Atemschutzeinsätze

Umstellung auf Hohlstrahlrohre und neues Schlauchmaterial in Ergänzung mit Standard Einsatzregeln als auch diversen Umbauten an den Fahrzeugen bilden die Voraussetzung für effiziente Brandbekämpfung

Standards wie Geräte - Ablege Platz mit gekennzeichneter Plane geregelten Vorgangsweisen und speziellen Gerätschaften sind in der heutigen Zeit bei Einsätzen auf Verkehrsflächen nicht mehr wegzudenken.

Umstellung der Einsatzbekleidung auf generell  neue blaue Ausführung entsprechen dem heutigen Stand der Technik bietet unseren Mitgliedern den optimalen Schutz bei Übung und Einsatz

Anschaffung von Gerätschaften für „Höhenrettung“ Sicherung der eigenen eingesetzten Kräfte und Personenrettung aus Höhen und Tiefen – nur mit spezieller Schulung und Ausbildung sind diese Ausrüstungsgegenstände einsetzbar -  dies wird von OAW Stephan Barth, welcher auch Ausbilder der Höhenretter an der Oö. Landesfeuerwehrschule ist bei uns umgesetzt.

Fortlaufende Aus- und  Fortbildung bilden eine solide Basis für den Einsatzerfolg und es wurden sehr viele Kurse und Schulungen absolviert unter anderem auch Heißausbildung für Atemschutzträger und Gerätetechnik Seminare für hydraulische Bergegeräte als auch Fahrsicherheitstraining für unsere Kraftfahrer.

Im Bereich der Einsatztätigkeit sind die Einsätze auf Verkehrsflächen ständig im Ansteigen und bedingt durch die neuen Autobahnalarmpläne wird das Einsatzgebiet vergrößert.

Hilfeleistung bei überörtlichen Einsätzen ist für unsere Wehr  eine Selbstverständlichkeit in vielen Alarmplänen der Nachbargemeinden sind Fahrzeuge eingeteilt und bei diversen Einsätzen der Feuerlösch- und Bergeeinheiten des Bezirkes Linz Land waren wir tätig in den Bezirken Gmunden, Perg, Freistadt und Urfahr – Umgebung  bei Schneedruck- und Hochwassereinsätzen

 

Auch im neu geschaffenen Schadstoffzug der Abschnitte Enns und Neuhofen ist unsere Wehr integriert und unter der Leitung von OAW Stephan Barth wird diese spezielle Einheit bei Unfällen mit gefährlichen Stoffen eingesetzt.

 

Ein dichtes Aus- und Weiterbildungsangebot und regelmäßige Übungen bzw. Besprechungen jeden Montag sind die Voraussetzung für Übungszielerreichung als auch Einsatzerfolg.

 

OAW Zeintl Johann